Information Fotofallen-Monitoring; Jadtinspektorat
11. Mai 2026
(Schwarze Spinne, Ausgabe 08/2026)
In der Gemeinde Sumiswald wird im Rahmen des bestehenden Wald-Wild-Konzeptes Napf ein Fotofallen-Monitoring des Jagdinspektorates des Kantons Bern umgesetzt. Ziel ist es, verlässliche Daten zu Gämse, Reh und Rothirsch zu gewinnen unter gleichzeitiger Berück-sichtigung des Datenschutzes. Aus den Erkenntnissen sollen Massnahmen zur Verbesserung des Wildtiereinflusses im Wald abgeleitet werden. Hierfür werden für die Gämse die saisonale Nutzung des Lebensraums untersucht und die Dichte geschätzt, beim Reh die langjährige Zähldaten der Wildhut validiert und beim Rothirsch geht es um die Dokumentation von Nachweisen.
Die Methode ist einfach und gegenüber anderen Verfahren kostenextensiv. Es werden Wildtierkameras eingesetzt, welche über voraussichtlich zwei Jahre (März 2026 bis Juni 2028) Wildtierbewegungen an ihrem Standort fotografieren. Die Kameras sind systematisch und zufällig im Wald verteilt, um das Gebiet möglichst vollständig zu erfassen. Die Installationen sind mit der Telefonnummer des zuständigen Wildhüters markiert.
Die Bilder werden zeitnah und halbautomatisch ausgewertet. Die Bilder mit Wildtieren dienen der Populations-schätzung. Die Bilder mit Personen werden automatisch erkannt und ohne aktive Sichtung sofort gelöscht. Es werden keine Filme aufgenommen.
Der Datenschutz hat eine hohe Priorität. Es gilt das Prinzip der Verhältnismässigkeit und Datenminimierung. Die Kameras sind so platziert, dass möglichst keine Personen erfasst werden. Die Nutzung der Daten ist klar zweck-gebunden und dient nur der Erfassung von Wildtieren. Alle Daten sind vor unbefugtem Zugriff geschützt. Die Kameras stehen in wenig frequentierten Gebieten und sind passend ausgerichtet. Es erfolgt keine gezielte Erfassung von Personen. Bilder mit erkennbaren Personen werden nicht gespeichert, weitergegeben oder veröffentlicht.
Das Fotofallen-Monitoring ist wichtig zur Gewinnung von objektiven Grundlagen für ein faktenbasiertes Wildtier-management. Davon profitieren auch Anwohner und Waldbesitzer. Bei Fragen dürfen Sie gerne den zuständigen Wildhüter oder das Jagdinspektorat kontaktieren.
Münsingen, 9. Mai 2026
JAGDINSPEKTORAT

