Invasive Neophyten – Gemeinsam die Ausbreitung eindämmen
17. Jun 2026
Invasive Neophyten – Gemeinsam die Ausbreitung eindämmen
Invasive Neophyten sind gebietsfremde Pflanzen, die sich stark vermehren und rasch ausbreiten. Sie können einheimische Pflanzen verdrängen, wertvolle Lebensräume beeinträchtigen sowie Schäden in der Landwirtschaft und an Infrastrukturen verursachen. Einige Arten stellen zudem ein Gesundheitsrisiko für Menschen und Tiere dar.
Zu den problematischen Arten gehören unter anderem der Riesenbärenklau, die Aufrechte Ambrosie, das Einjährige Berufkraut, der Japanknöterich, die Lupine und das Erdmandelgras. Die Aufrechte Ambrosie kann starke Allergien auslösen, der Riesenbärenklau verursacht bei Hautkontakt schmerzhafte Verbrennungen und das Schmalblättrige Greiskraut ist giftig.
Im Kanton Bern sind die Aufrechte Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) und das Erdmandelgras (Cyperus esculentus) meldepflichtig. Wer diese Pflanzen entdeckt, sollte ein Foto mit Angabe des Standorts an die zuständige Koordinationsstelle Neobiota melden. (neobiota@be.ch)
Die Bevölkerung kann einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung invasiver Neophyten leisten:
- Invasive Pflanzen entfernen und nach Möglichkeit durch einheimische Arten ersetzen.
- Samen, Früchte und andere vermehrungsfähige Pflanzenteile im Kehricht entsorgen.
- Pflanzenbestände regelmässig kontrollieren, da viele Arten erneut austreiben oder aus Samen keimen.
- Erdverschiebungen in belasteten Bereichen vermeiden.
- Keine Pflanzen oder Pflanzenteile aus den Ferien mitbringen.
Das Einjährige Berufkraut gilt weiterhin als schädlicher invasiver Neophyt. Fachstellen empfehlen, die bisherigen Bekämpfungsmassnahmen konsequent fortzuführen.
Invasive Neophyten können im Entsorgungshof kostenlos abgegeben werden.
Weitere Informationen sowie Merkblätter und Informationsmaterialien finden Sie bei der Fachstelle des Kantons Bern und bei InfoFlora.
Die Umweltkommission
